Asiatische - Hornisse breitet sich aus.

25.06.2023

Die Asiatische Hornisse ist ein Bienenschädling, der sich in Europa und inzwischen auch in der Schweiz rasch ausbreitet. Das Insekt baut seine Primärnester geschützt in der Nähe von Häusern und die Sekundärnester hoch oben in Baumkronen.
Asiatische Hornissen jagen Insekten wie Honigbienen, um ihre Larven zu ernähren.
Sie sind am dunklen Hinterleib (mit feinen gelben Streifen) und den gelben Beinenden zu erkennen.

Gesunde, starke Bienenvölker verkraften die durch die invasive Art verursachten Verluste, so dass meist nur schwache Völker sterben.

Um die Ausbreitung des Schädlings einzudämmen, ist das Vernichten ihrer Nester die wirksamste Methode.
Die Bekämpfungsstrategie wird von den einzelnen Kantonen festgelegt.

Damit rasch gehandelt werden kann, ist ein rasches
Melden von Verdachtsfällen mit Foto oder Video über die Internetseite www.asiatischehornisse.ch wichtig

Die Unterschiede zur europäischen Hornisse

Die wichtigsten Merkmale:

  • Gelbe Enden der Beine.
  • Der Hinterleib ist hauptsächlich schwarz
  • Der Rumpf ist schwarz
Die Asiatische Hornisse verbreitet sich...

Die Wetterbedingungen sind für die Asiatische Hornisse  auch in diesem Jahr sehr gut, so dass sie sich hierzulande weiter ausbreiten kann. Bereits über 66-mal wurde der Schädling 2023 in den Kantonen AG, BE, BL, GE, JU, NE, SO und VD bisher gesichtet (Liste aktuelle Funde).
Es ist absehbar, dass die Asiatische Hornisse auch den Weg in den Kanton Zürich finden wird.

Das Merkblatt 2.7. Asiatische Hornisse wurde entsprechend angepasst. Im Merkblatt 2.7.1. Anleitung gittergeschütztes Flugloch (Voliere) wurde die empfohlene Maschenweite verändert. Versuche haben gezeigt, dass nicht entscheidend ist, ob die Hornisse durchs Gitter passt.

An der Verhaltensempfehlung für Imkerinnen und Imker ändert sich nichts.
Es gilt weiterhin:

  • Völker beobachten und verdächtige Insekten rasch melden.
  • Gittergeschütztes Flugloch (frühstens ab August montieren, bei starkem Beflug durch den Schädling)
  • Keine Fallen aufstellen (schaden mehr als sie nützen)

Gute imkerliche Praxis anwenden (nur gesunde und starke Völker halten, alte Waben rasch einschmelzen, keine Waben im Freien ausschlecken lassen, konstante Futterversorgung sicherstellen). 

Kantonale Zuständigkeiten (ZH)

Für die invasive gebietsfremde Arten (Neobiota) sind die kantonalen Behörden zuständig

  • Der Kanton Zürich ist momentan noch nicht betroffen. Falls Asiatische Hornissen im Kanton Zürich gesichtet werden, ist der Kanton bei er Suche von Nestern auch auf die Hilfe der Imker*Innen angewiesen. 
  • Das zuständige Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) vom Kanton Zürich hat bereits eine Arbeitsgruppe gebildet um das entsprechend notwendige Know-how bei der Eindämmung der Verbreitung aufzubauen.
    Ansprechpartnerin:
    Wiesendanger Barbara -  +41 43 259 39 17 - barbara.wiesendanger@bd.zh.ch