Imkerhöck - Varroarestistenz 2033 - eine Bewegung die auch uns Imker:Innen braucht.

11.02.2026

11. Februar 2026 im ¨ Wilder Mann¨ , Neerach
Über 55 Imkerinnen und Imker – von unserem Verein und den eingeladenen Nachbarsektionen sind mit grossem Interesse an unserer Veranstaltung, mit Fränzi Rupprecht als Gastreferentin, gespannt dabei.
Vielen Dank für euer grosses Interesse: Imkerverein Zurzibiet - Bienenzüchterverein Andelfingen und Umgebung - Kantonaler Bienenzüchterverein Schaffhausen - sowie die Sektion Stammheimertal Bienenzüchterverein Elgg.

Referentin: Fränzi Rupprecht - Präsidentin, Bildung und Beratung vom Imkerverein Sensebezirk.

Die "Faszination Bienen" hat Fränzi gepackt.
Wenn Engagement summen könnte, würde es nach Fränzi klingen. Nebst ihrer Imkerei und den vielen Engagement ist Fränzi Rupprecht auch für BindenSchweiz im Bereich der  Bildung tätig.

      Varroaresistenz 2033 – Eine Bewegung, die auch uns Imker:innen braucht.
      Die Varroamilbe bleibt die grösste Herausforderung der modernen Imkerei. In ganz Europa wächst eine Bewegung, die zeigt: Varroaresistenz ist kein Traum mehr – sie wird Realität.
      Die Präsentation von Fränzi Ruprecht gibt einen inspirierenden Einblick in die Entwicklung, Erfolge und nächsten Schritte.
      Von der Idee zur europaweiten Bewegung
      Was 2014 mit Arista Bee Research begann, hat sich zu einem internationalen Netzwerk entwickelt. Seit 2017 arbeiten auch Schweizer Züchterinnen und Züchter – darunter Martin und Kornelia Hunzinger sowie Karl und Franziska Ruprecht – an der Vision einer behandlungsfreien Biene.

      Heute sind zahlreiche Verbände aus Europa beteiligt, und jedes Jahr kommen neue dazu. Die Neuensteiner Erklärung von 2022 setzte das gemeinsame Ziel: Varroaresistente Bienen bis 2033 in Europa.

      mit Zuchtarbeit: Gemeinsam schneller vorwärts
      Fränzi zeigt klar:
      Resistenz kann man nicht kaufen – man muss sie selektionieren.
      VSH/SMR‑Eigenschaften entstehen durch konsequente Beobachtung, Auslese und Zusammenarbeit. In der Schweiz gibt es inzwischen mehrere Zuchtgruppen, die intensiv an der Basis- und Resistenzzucht arbeiten.
      Wichtige Erkenntnisse:
    Epigenetik spielt eine grössere Rolle als reine Genetik.
    Vermehrt wird nur vom besten Drittel, das schlechteste Drittel wird ausgeschlossen.
    Milben zählen ist die Grundlage jeder Selektion.
    Je mehr Imker:innen mitmachen, desto schneller verbreitet sich resistentes Material.

    Biotechnische Massnahmen: Der Weg zur medikamentenfreien Imkerei

    Die Schweiz ist gut aufgestellt: Merkblätter, Schulungen und Beratung sind vorhanden.
    Biotechnische Methoden – wie Brutentnahme, Bannwaben oder totale Brutentnahme – sind heute schon wirksame Werkzeuge, um den Medikamenteneinsatz zu reduzieren.
    Langfristiges Ziel: Medikamente nur noch im Notfall.

    Bildung: Wissen multiplizieren

    Ein zentrales Element der Bewegung ist die Ausbildung.
    Geplant ist ein Multiplikatorenprogramm, das biotechnische Verfahren und Basiszucht fest in der Grundausbildung verankert.
    Denn: Wer eine Wabe ziehen kann, kann auch selektionieren.

    Warum das alles?

    Weil es funktioniert – und weil es nur gemeinsam funktioniert.
    Die Präsentation endet mit einem Appell, der uns alle betrifft:

    "Gemeinsam, unterstützend und wohlwollend sind die Zauberworte. Teilt Eure Beobachtungen, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen mit anderen."

    Fazit für unseren Verein

    Die Varroaresistenz‑Bewegung ist eine der wichtigsten Entwicklungen unserer Zeit. Sie zeigt, dass wir als Imker:innen nicht nur Konsumenten von Methoden sind, sondern aktive Gestalter der Zukunft unserer Bienen.
    Ob durch Milbenzählung, Teilnahme an Zuchtgruppen oder biotechnische Massnahmen – jede und jeder kann beitragen.

Vielen Dank an Fränzi Rupprecht für den Einblick in das erfolgsversprechende Projekt: Varroaresistenz 2033.